Der Riesenschnauzer

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  • Widerristhöhe:60-70cm
  • Gewicht:35-47kg
  • Alter:10-12Jahre
  • Fell und Farbe:rauhhaarig,schwarz und pfeffer-salz
  • Verwendung, heute:Begleit- , Schutz-, Dienst-hund
  • Verwendung, früher: Viehtreiber. Dafür muss er ausdauernd, selbstbewusst, mutig und kräftig sein.

Seinen Namen verdankt der Schnauzer seinem auffälligen, langen Schnauzbart.

Der Riesenschnauzer ist noch eine relativ junge Hunderasse. Zur Jahrhundertwende sah man ihn im süddeutschen Raum als Treiber von Viehherden und zum Bewachen seines Herrn und des Fuhrwerks auf langen Fahrten. Er brauchte somit viel Bewegung und Beschäftigung, gleichzeitig aber auch seine Ruhepausen. Sehr schnell erkannte man, dass diese Hunderasse zu ungewöhnlichen Leistungen fähig ist und zudem noch  bemerkenswerte  Charaktereigenschaften besitzt. 1925 wurde der Riesenschnauzer bereits als Polizei- und Diensthund anerkannt.

Robustheit und Selbstsicherheit sind ihm angeboren. Er ist schnell, ruhig und äußerst wachsam. Der Schnauzer kann seine Kräfte gut einschätzen und kennt seine eigenen Fähigkeiten sehr genau. Auf Grund dessen eignet er sich vorzüglich zum Begleit- , Sport-, Gebrauchs- und Dienst-hund. Das Wesen des Riesenschnauzers kann man zusammenfassend mit dem Zitat „ Harte Schale, Weicher Kern“ bezeichnen.

Die Erscheinung der großen Schnauzer-Variante ist optisch sehr imposant und manchmal auch ein wenig furchteinflößend. Seinem Herren ist er absolut ergeben und wird ihn jederzeit verteidigen; Fremden gegenüber ist er eher reserviert.

Der Riesenschnauzer braucht den engen Kontakt zu seinem Herrn. Wird er isoliert und ohne jeglichen Sozialkontakt gehalten, kann er zu einem unkontrollierbaren Hund werden. Er ist also auf keinen Fall ein Zwingerhund. Diese Hunderasse ist nicht nur extrem muskulös und kräftig mit einem ausgezeichneten Geruchssinn, sondern auch sehr intelligent. Er lernt sehr schnell. Der Halter eines Riesenschnauzers sollte vor Allem über Konsequenz, sehr viel Geduld und Sensibilität verfügen, regelmäßig und ausgiebig mit ihm spazieren gehen und ihn geistig beschäftigen. Dann hat er den besten und treuesten Hund, einen wahren Kumpel. Zum Aufbau einer solchen Beziehung trägt auch die Körper- und Fellpflege bei.Aber sie stellt auch eine erzieherische Maßnahme dar, da sie dem Riesenschnauzer klarmacht, dass der Mensch sein Herr- der Rudelführer- ist. Die Fellpflege ist etwas aufwendig. Der Schnauzer hat rauhes Haar und eine dichte Unterwolle. Das Fell muss regelmäßig getrimmt werden, um totes Haar zu entfernen, somit die Rauheit zu erhalten und damit auch die Farbintensität.Außerdem sollten sein Bart und die langen Augenbrauen regelmäßig gekämmt werden, um Knoten und Verfilzungen zu vermeiden. Der Riesenschnauzer liebt es gepflegt zu werden, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Er erwartet von seinem Herrn eine ehrliche, klare und intensive Zuwendung und nur dann tut er alles für ihn. Er  beobachtet den Gesichtsausdruck und die Körpersprache sehr genau und deshalb genügt sehr häufig schon eine Handbewegung oder manchmal wirklich nur ein Blick, damit er reagiert. Dies lässt den Riesenschnauzer zu einem ausgezeichneten Familienhund und Begleiter werden.